Neue Allgemeinzuteilung für 2-m-Kurzstreckenfunk

2016-11-24

2-m-Jedermannfunk jetzt auch digital

Mit der Verfügung 54/2016 hat die BNetzA in ihrem Amtsblatt 22/2016 vom 23.11. eine neue „Allgemeinzuteilung von Frequenzen im Frequenzbereich 149,01875 MHz bis 149,11875 MHz für Funkanwendungen für die Sprachkommunikation mit Handsprechfunkgeräten über kurze Entfernungen“ veröffentlicht. Gemeint ist damit der sogenannte „Freenet“-Jedermannfunk im 2-m-Band. Das neue Dokument ersetzt die zuletzt in Verfügung 9/2015 veröffentlichte Allgemeinzuteilung.

Geblieben sind die sechs bekannten Kanäle von 149,0250 MHz bis 149,1125 MHz für FM-Sprechfunk mit 12,5 kHz Kanalraster. Neu ist, dass diese Frequenzen nun zusätzlich für die „Digitale Frequenznutzung“ freigegeben sind.

Hinzu kommen von 149,021875 MHz bis 149,115625 MHz weitere 12 Kanäle mit Kanalraster 6,25 kHz für digitalen Sprechfunk; diese stehen nicht für FM-Sprechfunk zur Verfügung.

Die maximal zulässige äquivalente Strahlungsleistung (ERP) beträgt wie bisher 500 mW. Eine Nutzung zugeteilter Frequenzen darf nur mit Funkanlagen erfolgen, die für den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen bzw. gekennzeichnet sind (§ 60 Abs. 1 S. 3 TKG). Der Funkbetrieb gemäß dieser Allgemeinzuteilung ist im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb in Lagen oberhalb von 600 m nicht erlaubt.

Quelle

http://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/Digi-Freenet.html

Neue CB-Funk-Allgemeinzuteilung ab 1. April 2016

Die Bundesnetzagentur hat am 16. März 2016 in ihrem Amtsblatt Nr. 5 eine neue Allgemeinzuteilung für den CB-Funk veröffentlicht. Die neue Allgemeinzuteilung tritt am 1. April 2016 in Kraft. Sie ist - wie üblich - auf zehn Jahre befristet.

Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Die bisherige Angabe der zulässigen Betriebsart "Simplex (Wechselsprechen auf einer Frequenz)" ist ersatzlos entfallen.

  • Die Kanäle 40 und 41 dürfen nicht mehr für die "Übertragung digitaler Daten" genutzt werden, sondern (zusätzlich zu "normaler" Sprachübertragung) für die "Sprachübertragung über unbemannte automatisch arbeitende CB-Funkanlagen".

  • Die Sprachübertragung zwischen CB-Funkgeräten über "unbemannte automatisch arbeitende CB-Funkanlagen" muss nicht zwingend über das Internet erfolgen. Der Sender der automatischen Funkanlage soll seine Aussendung spätestens drei Sekunden nach dem Ende der Übertragung beenden.

  • Eine "unbemannte automatisch arbeitende CB-Funkanlage" darf nur nach vorheriger Registrierung mit einer von der BNetzA vergebenen Kennung betrieben werden. Die Kennung muss bei Beginn jeder Aussendung und während des Funkverkehrs mindestens alle zehn Minuten ausgesendet werden. Die bisherige alternative Möglichkeit, statt der Kennung die Daten des Verantwortlichen im Klartext zu übertragen, ist entfallen.

  • Die Beschränkung, dass nur Richtantennen mit horizontaler Polarisation benutzt werden dürfen, ist ersatzlos entfallen.

  • Das generelle Verbot von Rundsprüchen wurde aufgehoben. Rundsprüche sind jetzt erlaubt, wenn sie "rein informativen Charakter" haben, mit einem Bestätigungsverkehr verbunden sind und keine Daueraussendungen darstellen.

Die übrigen Änderungen sind weitgehend redaktioneller Art.

Bereits im Oktober 2015 hatte die BNetzA einen Entwurf der neuen Allgemeinzuteilung veröffentlicht und interessierten Funkfreunden die Möglichkeit geboten, den Entwurf zu kommentieren (das Funkmagazin berichtete). Daraufhin gingen 17 Kommentare bei der Behörde ein, von denen zwölf von den Einsendern zur Veröffentlichung freigegeben wurden. Zu den Einwänden der Einsender hat die Behörde ausführlich Stellung genommen.

Die neue CB-Allgemeinzuteilung sowie die eingegangenen Kommentare und die Stellungnahme der Behörde dazu können im Internet unter http://tinyurl.com/cb-allgemeinzuteilung-2016 heruntergeladen werden.

- wolf -

Quelle:

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de

 

 

 

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